Was fordern wir? 1.
Umzonen statt verdrängen. Es sollen mehr Wohnflächen in Gebieten entstehen, wo Büros leer stehen. Damit dies möglich wird, müssen diese Gebiete umgezont werden. 2. Vollen Einsatz für das Drittelsziel.
Gemeinnützige Eigentümer:innen müssen in der BZO mehr Recht zur Verdichtung erhalten als Profitorientierte. Anders kann das Drittelsziel nicht erreicht werden, welches eine wichtige politische Vorgabe an die Stadt ist.
3. Mehr ist mehr: 100% statt 75%. Die Stadt schlägt vor, dass 75% der Mehrausnützung preisgünstig sein soll. Dabei kann problemlos 100% realisiert werden. Wenn eine Aufzonung einen Mehrwert schafft, sollte dieser vollständig sozial gebunden werden. 4.
Keine Ausnahmen, no excuses! Die Stadt schlägt vor, zahlreiche «kleinere» Besitzer:innen von der Verpflichtung zu preisgünstigem Wohnraum zu entbinden. Diese sogenannte Bagatellgrenze ist hoch angelegt und kann heruntergesetzt werden, sodass mehr Eigentümer:innen verpflichtet werden, etwas gegen die Wohnkrise zu unternehmen. 5.
Wenn schon aufzonen, dann richtig. Dort, wo jetzt Aufzonungen geplant sind, soll noch stärker aufgezont werden. Bei Aufzonungen, die Ersatzneubauten auslösen, soll geprüft werden, ob eine höhere bauliche Ausnützung ermöglicht werden kann, um die Anzahl neu entstehender Wohnungen zu maximieren. Dafür müssten weniger Gebiete verdichtet werden. 6. Aussicht für alle!
Wer bereit ist, viele preisgünstige Wohnungen zu bauen, soll auch deutlich höher bauen dürfen. Wer vollständig preisgünstigen Wohnraum erstellt, erhält eine Aufzonung bis 12 Geschosse / 40 m Gebäudehöhe. 7. Verdichtung auch am Zürichberg. Die Verdichtung soll nicht auf Kosten von prekarisierten Mieter:innen passieren, sondern in Kooperation mit den privilegierten Städter:innen im Wohneigentum. Deswegen soll auch am Zürichberg substanzieller preisgünstiger Wohnraum entstehen. Dies fördert die Durchmischung auf dem ganzen Stadtgebiet. 8.Arealüberbauungen: Gut gelöst, weiter so.
Die Lösung für Arealüberbauungen ist sinnvoll und gut umgesetzt und soll unbedingt in der finalen BZO beibehalten werden. 9.Weiterbauen ohne Leerkündigungen. Aufstockungen und Anbauten im Bestand sollen gefördert werden – unter der Bedingung, dass diese ohne Leerkündigungen umgesetzt werden. 10.Weg mit dem Attikageschoss. Neubauten werden meist mit einem Attikageschoss gebaut, welches eine Aufstockung erschwert bis verunmöglicht. Dies ist nicht nachhaltig. Oberste Geschosse und Aufstockungen sollen zukünftig so gebaut werden, dass später noch weiter aufgestockt werden kann. 11.Aufstocken mit System. Die Stadt soll systematisch untersuchen, welche Gebäude aufgestockt werden können. Dieses Potenzial soll in einem neuen Ergänzungsplan «Aufstockbare Bauten» festgehalten werden, insbesondere in Quartiererhaltungszonen. Damit werden Aufstockungen gefördert und Abriss-Neubauten verhindert.
12.Gestaltungspläne für preisgünstigen Wohnraum einsetzen. Wenn Gestaltungspläne zum Einsatz kommen, hat die Stadt besonders grosse Hebel, um Eigentümer:innen zu verpflichten. In der BZO-Revision wird darauf zu wenig eingegangen. Zukünftig soll auch bei Gestaltungsplänen preisgünstiger Wohnraum verpflichtend sein.
13.Abriss stoppen. Um den Bestand zu schützen, bis nachhaltige soziale und ökologische Massnahmen in Kraft sind, braucht es ein Abbruch-Moratorium. Das heisst, dass vorerst kein Bestand abgerissen werden darf. 14.
Die BZO ist erst der Anfang. Die BZO allein kann die Wohnungsfrage nicht lösen, es braucht ergänzende Instrumente ausserhalb der BZO wie den Wohnschutz, eine aktive Bodenpolitik, die Förderung gemeinnütziger Bauträger oder einen höheren Mieter:innenschutz.
Forderungen im Detail Hier findest du die ausführlichen Versionen dieser Forderungen.
FAQ Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten.